Caldonia
Caldonia, die Welt des Eises und des Erzes, ist auf ihrer gesamten Oberfläche von einem bis zu drei Meilen dicken Gletscher umgeben. Auch wenn die Welt bislang nur zum kleinsten Teil erforscht worden ist, lassen die Verhältnisse auf den bekannten Teilen des Planeten keinen Zweifel daran, dass er zur Gänze in Eis gehüllt ist. Lediglich die gar nicht einmal seltenen vulkanischen Gebiete, die mit heißen Quellen oder Lavaströmen der tödlichen Kälte Caldonias trotzen, schaffen einzelne Flecken des Lebens auf dieser Welt. Dies sind die sogenannten "Warmlande" und hier leben die meisten Abkömmlinge anderer Planeten in teilweise recht annehmbaren Verhältnissen. Dabei ist zu allererst Sverdrup zu nennen, ein gut 200 Meilen durchmessender "Kontinent", welcher zur Gänze von einem Ringgebirge umgeben und durch dieses von den tödlichen Temperaturen der Außenwelt abgeschirmt ist. Heiße Quellen, welche in einem Netz von künstlich geschaffenen Kanälen über ganz Sverdrup zirkulieren, sorgen einerseits für die nötige Wärme, andererseits aber auch für einen Großteil der Grundnahrungsmittel der hier lebenden Bevölkerung. Denn die verschiedenen Sorten von Algen, welche in großen Mengen in den Kanälen angebaut werden, stellen praktisch die einzigen "natürlich" in den Warmlanden vorkommenden Lebensmittel dar. Der Großteil der sonstigen Nahrung wird von anderen Welten importiert, wobei deren Bezahlung angesichts der enormen Metallvorkommen auf Caldonia, welche dieser Welt ihren sprichwörtlichen Reichtum bescheren, kaum ein Problem darstellt. Außerhalb der "Warmlande" existiert aber noch eine andere Welt auf Caldonia, jene unendlichen Weiten nämlich, die das ewige Eis bildet. Denn ewig mag das Eis zwar sein, unwandelbar ist es jedoch nicht. So durchlöchern unzählige Tunnel und Höhlen den Eispanzer, und diese sind alles andere als unbewohnt. Neben einer speziellen Vegetation, die sich den Bedingungen in den Eisgängen perfekt angepasst hat und sogar für Licht in diesen sorgt, existieren auch zahlreiche Sippen und Völker intelligenter Wesen, welche hier bereits vor Äonen ihr Zuhause gefunden haben. Diese Völker pflegen zum Teil intensiven Handel mit den Bewohnern der Warmlande. Außenstehenden ist dies unbekannt, doch sind die Metallvorkommen in den Warmlanden bereits seit Jahrtausenden erschöpft. Nicht so in den Tiefen des Eises, wo die von den Warmländern abfällig "Eiskriecher" genannten Völker jedes Jahr tausende Fuhren reinsten Erzes abbauen, und in die Warmlande liefern, welche diese zu Metall und metallenen Produkten weiterverarbeiten und dem Rest der 7 Welten teuer verkaufen.
Die fünfte der 7 Welten ist Deria.
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Verlag Mag. Philipp Lenk